Catherine Avak

Perspektive, Haltung und Erfahrung

Portrait von Catherine Avak

Ich bin Designerin und Malerin. Für das Identitätswerk steht meine Arbeit als Gestalterin im Zentrum. Die Malerei ist eine eigenständige künstlerische Praxis (art.by-avak.de).

Beides kreist seit Jahren um eine Frage, die aus meiner armenisch-persischen Familiengeschichte kommt: Wie formt Kultur, wer wir sind? Christen in einem islamischen Land, aufgewachsen in Teheran, seit Jahrzehnten in Deutschland. Diese Schichtungen haben mein Verständnis von Identität geprägt, lange bevor ich anfing, es beruflich zu denken.

In über drei Jahrzehnten habe ich Bücher gestaltet, für Verlage, für Institutionen, für Einzelpersonen. Irgendwann habe ich verstanden, was mich daran wirklich fasziniert. Es ist die Geschichte, die darunter liegt. Die Menschen, die diese Geschichte geformt haben, ihre Verbindungen, ihre Leistungen, ihre Werke. Was ein Unternehmen ausmacht, was eine Familie über Generationen zusammenhält.

Ein Beispiel aus meiner Arbeit

Eigentlich sollte nur eine kleine Broschüre entstehen. Als ich aber das Material sah, Jahrzehnte Stadtentwicklung, Menschen, die ihre Stadt mit Händen und Entscheidungen geformt hatten, eine Geschichte, die noch niemand zusammengedacht hatte, wusste ich, dass hier mehr wartete. Ich konnte nicht anders. Ich entwickelte ein Konzept, das weit über eine Broschüre hinausging, und stellte es dem Bürgermeister vor. Das Potenzial erkannte er sofort. Aus der Broschüre wurden zwei Bücher, entstanden über drei Jahre, mit einer Energie, die mich bis heute begleitet.

Was ich in Iphofen gelernt habe, begleitet mich bis heute durch jedes Projekt: dass der Anfang im Hinschauen auf das liegt, was da ist.

Heute gestalte ich strategische Identitätswerke für Unternehmerfamilien. Meine Arbeit besteht darin, in komplexen Systemen Muster zu erkennen, das Wesentliche in Strukturen zu ordnen und in eine bleibende Form zu bringen.